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Verfasst: 04.10.2006 16:39
von Alves
Aber bei Tafka muss man etwas korrigieren: Es ist nicht der Radius des Kreises, das ist nämlich die Hälfte des Durchmessers, sondern der Umfang. Und der errechnet sich aus 'PI' mal Durchmesser, oder 'PI' mal Radius mal zwei.
Aber sonst gute Sache!
Verfasst: 04.10.2006 16:57
von stbi
andere Idee statt Reedkontakt und Magnet: eine Schlitz- oder Lochscheibe auf der Rotorachse anbringen und diese mit einer Lichtschranke abfragen. Erzeugt jedenfalls keine Unwucht.
Basteltipp: entsprechende Bauteile finden sich in jeder Maus mit Kugelmechanik. Und wenn es dann noch eine Maus mit serieller Schnittstelle ist, die man dafür umbauen kann, dann ist die Schnittstellenproblematik bereits erschlagen und die Aufgabe beschränkt sich auf das Auslesen der seriellen Schnittstelle plus Interpretation der übermittelten Werte.
Ohne die serielle Schnittstelle gehts auch relativ einfach, da die Mäuse i.d.R. 5V-Lichtschranken haben, deren Pegel direkt vom LPT ausgewertet (und wahrscheinlich auch versorgt) werden können.
Verfasst: 04.10.2006 17:04
von Frogger
Naja das ist auf jedenfall umständlicher.
Das mit der Unwucht lässt sich leicht lösen, indem man auf die gegenüberliegende Seite ein Gewicht anbringt, das genauso schwer ist wie der Magnet.
Oder man bringt 2 gleiche Magnete gegenüber an und dividiert den Durchmesser im Programm durch 2.
Verfasst: 04.10.2006 21:59
von Kaeru Gaman
> Oder man bringt 2 gleiche Magnete gegenüber an und dividiert den Durchmesser im Programm durch 2.
den umfang, aber ja, ist richtig.
wenn man fein genug arbeiten kann, könnte man auch 4 oder 6 kontakte verwenden,
um eine noch höhere laufruhe zu erreichen.
aber dazu muss man schon sehr genau arbeiten können.
Verfasst: 05.10.2006 16:34
von Proton
Danke für deine Ausführungen, Tafkadasom2k5...und Dank an alle für die
Anregungen und Vorschläge.
Vielleicht sagt Sylvia auch noch was dazu. Ich habe hier nämlich einen
kleinen Motor und wenn ich den mit dem Multimeter durchmesse, dann sehe
ich auf dem Messgerät keinerlei Reaktion; also ich kann nicht anhand der
Messung feststellen, wann denn nun eine 1/4, 1/2 oder 1/1-Umdrehung
gemacht wurde. Wie Tafkadasom2k5 bereits gesagt hat, müsste ich ja eine
Art "Kurzschluss" messen können.
Möglichkeitenbewertung
Verfasst: 03.11.2006 23:36
von Borg
Das klingt zum teil schon ganz gut.
Die Möglichkeit über Reed-Kontakte ist sehr einfach umzusetzten, hat aber den Nachteil, dass der Rechner zum einen eine "hohe" Abtastrate der Schnittstelle benötigt, was wiederum die CPU beansprucht.
Die Möglichkeit über die Lichtschranken selbst zu bauen ist zu aufwendig und ich bin mir nicht sicher, ob die feine Drehwinkelerfassung einer Maus sich überhabt noch mit einer Schnittstelle erfassen lässt bei der Vergleichweise hohen Drehzahl des Windrads.
Normalerweise wird die Drehzahlmessung über einen Tachogenerator realisiert ( ist in deinem Fall das gleiche wie dein Elektromotor). Du musst jedoch bei deinem Dynamor herausfinden bei welcher Drehzahl er welche Spannung liefert. Dann musst du die maximalspannung herausfinden, die im Normalbetrieb auftritt. Anschließend muss das Spannungssignal über einen A/D Wandler(kostet ca. 2-3€) in ein digitalsignal umgewandelt werden. Dieses wird dann über die Schnittstelle ausgelesen und in die Windgeschwindigkeit umgerechnet. Allerdings sollte man vor dem A/D Wandler auf der Analogseite noch einen Schutz gegen Überspannung einbauen, da die Drehzahl des Dynamos theoretisch unbegrenzt ist. Das macht man mit einem Varistor(spannungsabhängiger Widerstand oder einer Z-Diode).
Re: Möglichkeitenbewertung
Verfasst: 04.11.2006 00:02
von stbi
Borg hat geschrieben:... und ich bin mir nicht sicher, ob die feine Drehwinkelerfassung einer Maus sich überhabt noch mit einer Schnittstelle erfassen lässt bei der Vergleichweise hohen Drehzahl des Windrads.
Ich hatte in meinem Fall die Elektronik einer Maus in einen Industrie-Trackball eingebaut. Dessen Kugel war ungefähr so groß und schwer wie eine Carambolage-Billardkugel. Wenn man dem mit der flache Hand einen Schubs gab, dann ging da deutlich mehr ab als bei dem Mauskügelchen. Von daher ist meine Erfahrung, dass die Mauselektronik das durchaus auflöst. Man könnte aber auch eine andere Impulsscheibe mit weniger Löchern nehmen, es muss ja nicht die der Maus sein.
Die Mauselektronik hätte nur eben die Vorteile, dass die Abtastung berührungsfrei und somit nicht beeinflussend ist, dass sie preiswert ist und eine PC-kompatible, OS-unabhängige Schnittstelle mitbringt.
Zu stbi
Verfasst: 04.11.2006 13:36
von Borg
Wenn die Mauselekronik das kann ist das natürlich die einfachste Version.
Die Belastung ist bei allen Erfassungssystemen annähernd 0. Die Lichtschranke und die Reed-Kontakte arbeiten berührungslos und der Dynamo belastet das ganze nur wenn ein Strom fließt. Dies ist jedoch nicht der Fall bei einem A/D Wandler, da er analogeingang einen Widerstand gegen Unendlich hat und somit nicht als Belastung gezählt werden kann.
Die einzige Belastung sind die Reibungsverluste in den Lagern des Motor oder einer anderen Aufhängung.